Ganz schön fair

Ho Ho Ho, ja da bin ich wieder. So kurz vor Jahresende soll doch noch einmal ein klitzekleiner Blogeintrag erscheinen. Die letzten Wochen waren so wahnsinnig geschäftig- was ja gut ist, weil Dreierlei nämlich langsam laufen lernt (=die ersten Aufträge flattern herein). Aber das soll hier garnicht das Thema sein. Seit längerem habe ich mal vor, über mein Handy zu schreiben. Ja langweilig, jeder hat eins, benutzt es tagtäglich mehrere Stunden lang und warum sollte jetzt gerade ich noch einen Blogbeitrag darüber schreiben? Nunja, es nicht irgendein Smartphone, sondern seit etwa 1 Jahr bin ich nun glückliche Besitzerin eines FairPhones. Häh? Fair? Phone? Alles soll jetzt fair und bio sein, von A wie Apfel bis zu Z wie Zahnpasta und nun auch noch H wie Handy? Jup, so ist es. Angefangen hat es als Crowdfunding-Aktion. Eine Gruppe sehr engagierter Niederländer aus Amsterdam hatte die Idee, das erste faire Handy der Welt auf den Markt zu bringen. Die Idee an sich ist nicht neu, aber im Elektronikbereich steckt dieser Gedanke noch in den Kinderschuhen. Oder weißt du, wo die einzelnen Komponenten deines Handys herkommen? Wo sie hergestellt werden? Wo die Rohstoffe dafür herkommen? Wie lange die Arbeiter in der jeweiligen Fabrik pro Woche arbeiten müssen? All das hat das Team um Fairphone unter die Lupe genommen. Das heißt zuerst einmal sehr viel Recherchearbeit. Und dann natürlich die Überlegung, was können wir ändern? Und wie?

Für FairPhone sind das hier die wichtigsten Überlegungen:
(Aus dem FairPhone Factsheet)

FairPhone ObjectivesEs geht also um mehr als „nur“ den fairen Handel. Sie überlegen sich, wo die Rohstoffe herkommen die im Gerät verbaut werden. Das Handy selber ist so ausgelegt, dass es repariert werden kann (ich kann den Akku herausnehmen und hab eine Dual Sim, yay!). Und es geht auch darum, sich Gedanken zu machen, was mit dem Gerät passiert, wenn es in den Müll wandert- welche Komponenten können wie wiederverwendet werden.

Na und jetzt seid ihr sicher schon gespannt wie das gute Stück aussieht?

Hier ist es:

Ein ganz normales Telefon also. Es hat Android installiert, eine Spezialvariante, damit es die zwei Simkarten gleichzeitig ansteuern kann. Und ansonsten benimmt es sich wie jedes andere Smartphone auch. Ich mag es, ich mag die Idee dahinter und den Preis finde ich mit 325€ auch fair. Natürlich ist das jetzt nicht das perfekte Telefon, und auch sind nicht alle Komponenten des Fairphones fair. Aber das ist ja das interessante: Das FairPhone Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Produktionsprozesse transparent zu gestalten. Sie sagen ganz klar, was bereits fair ist und woran sie noch arbeiten. Und je mehr Menschen sich darüber Gedanken machen und in das FairPhone investieren umso fairer wird es. Macht Sinn oder?

Schauts euch gerne selber an auf fairphone.com.

PS: Laut Website wird es im Januar wieder eine begrenzte Anzahl an FairPhones geben.

Ganz schön fair

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