Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Mein Tag 2 & 3.

Der letzte Tag des UXCamps Berlin beginnt für mich um ca. 9Uhr mit einer lustigen Aufzugsfahrt. Im Hotel hat wohl gerade die Edeka-„Jugend“ Gruppe eine Tagung und die sind alle in meinem Aufzug. Gefühlt zumindest. Es dauert schon ewig, bis der Aufzug bei mir im 14. Stock angekommen ist. Als dann die Tür aufgeht und schon 12 Leute drin stehen (Kapazität: 16?) habe ich kurz überlegt die Treppen zu nehmen. Und die Idee wegen der 14 Stockwerke direkt wieder verworfen. Aber wie sich noch herausstellen sollte, sind die ersten intuitiven Einfälle doch manchmal die besten. Ich steige also ein und los geht sie, die Fahrt. Genau für ein Stockwerk. Stop in der 13. Aufzug hält an, Tür geht auf, erstaunter Blick desjenigen der einsteigen wollte. Tür wieder zu. Aufzug fährt weiter. Stop in der 12. Naja, wie es jetzt weitergeht, kann man sich sicher bildlich vorstellen. Der Aufzug hält tatsächlich in jeder der 14 Etagen, gelegentlich steigt sogar noch jemand in den bereits übervollen Aufzug ein. Es werden peinlich berührte Aufzugswitze gemacht und ich bin wirklich sehr sehr froh, als der *ding* für das Erdgeschoss ertönt. Schnell raus und auf zum Frühstück (eh die anderen alle kommen).

Noch schnell ein Ticket kaufen…

Die „Rückfahrt“ war wesentlich schneller und unaufgeregter. Jetzt noch schnell ein Ticket über die BVG App kaufen…ach da war ja was. Schnell geht mit dieser App nicht. Ich habe an diesem Morgen geschlagene 10min mit der App verbracht. Mal war der „Kaufen“-Button da, aber es ging nicht weiter zum Bezahlen, im nächsten Moment war der „Kaufen“-Button garnicht erst sichtbar. Ich war diesmal wirklich kurz davor, ein Ticket am Automaten zu kaufen. Und im letzten Moment hat es sich das Biest nochmal anders überlegt und mich tatsächlich ein Ticket kaufen lassen. Grrrh. Frustrationsfaktor ist unermesslich hoch.

Los gehts mit Tag 2 auf dem UXCamp Europe 2015!

Pünktlich um 10Uhr geht es los mit der Einteilungssession. Der Raum ist auch heute wieder gut gefüllt (trotz Blow-Party am Abend zuvor). Die Gesichter vielleicht etwas müder aber immernoch hochmotiviert. Die erste wirklich nennenswerte Session des Tages war:

VizWars

Eine wirklich coole Session zum Thema Sketchnotes. Los ging es mit einer praktischen Übung. Jahaaa, ein ganzer Raum voll mit UXDesignern durfte mit Stift und Papier loslegen und seinen / ihren Nebenmann/frau zeichnen. Und das ganze blind- ohne aufs Papier zu schauen. Auf dem BVizWarsild seht ihr übrigens die Iris. Und alles andere auf dem Bild sind meine „Mitschriften“. Veranstaltet hat die Sessions die liebe Frau Hölle, die wir gestern schon kennengelernt habe.

Die Session hat mich wirkllich inspiriert (wie sehr zeige ich später noch) und ich versuche das Sketching jetzt auch im Alltag zu verwenden. Im Moment siegt oft noch die Faulheit / Zeitnot, aber ich weiß, das sind nur faule Ausreden. Die nächste Einkaufsliste wird dann handgezeichnet.

Im Anschluss gab es noch den Vortrag zum Thema

Beyond Think aloud: Biosignal Analysis 

Der war sehr wissenschaftlich aber nicht weniger spannend. Es ging darum, wie Körpersignale, welche gemessen werden können (z.B. Herzfrequenz etc.) für Usability Tests / Nutzertests verwendet und eingesetzt werden können. Dabei ist noch nicht einmal unbedingt nötig, die armen Testpersonen zu verkabeln und an alle möglichen Geräte anzuschließen.  Sebastian Schnieder hat uns nämlich erklärt, dass vieles auch über eine gute Videoanalyse herausgefiltert werden kann. So ist es möglich, die Herzfrequenz über diese Methode zu erfassen. Im Gesicht der Testperson kann die Herzfrequenz über die unterschiedlich gefüllten Blutgefäße abgelesen werden. Natürlich können auch Emotionen und Gefühlszustände über das Video erkannt werden. Hier gibt es fortgeschrittene Analysealgorithmen, die ziemlich genau feststellen können, in welchem Gemütszustand sich die Person befindet.

Für mich war an dieser Stelle Schluss mit Vorträgen, denn meine Schicht als Volunteer an der Garderobe hat begonnen. Das war auch lustig, weil ich hier nochmal einige Leute getroffen / wiedergetroffen habe. Am Ende haben dann alle gemeinsam noch aufgeräumt und so ging das UXCamp 2015 zu Ende.

Tag 3 „Touri-Programm“

Ich hatte glücklicherweise meinen Flug erst für den nächsten Tag gebucht und so konnte ich mich nun in Ruhe mit der Planung meines Touriprogramms auseinandersetzen. Und da kommen dannTouriprogramm Berlin die Ideen aus dem VizWars Workshop wieder ins Spiel. Ich bin also gegen 7Uhr aufgestanden, habe den Tag mit Yoga begonnen und dann lecker gefrühstückt. Danach ging es dann zur Straßenbahn um zum Checkpoint Charlie zu fahren. Den Fahrplan hatte ich mir natürlich über die BVG App zusammengestellt. Und eigentlich hätte ich ja ahnen können, dass die wieder eine Überraschung für mich bereit hält. Ich steig also in die Tram ein und kurz bevor sie zum Alexanderplatz abbiegen soll, sagt der Fahrer : „Reisende zum Alexanderplatz steigen bitte hier aus.“ Ööööh…ok?! Ich habe dann erfahren, dass auf dem Alex eine Feier der BVG stattfindet, zu 750 Jahre BVG. Und das kann man dieser App nicht beibringen? Sie hat mir treu-doof eine Strecke über den Alex zusammengestellt. Zum Glück kannte ich mittlerweile auch den Fußweg und ich hatte es ja auch nicht eilig. Aber verflixt nochmal, diese App ist so nutzlos wie ein Loch im Kopf. Wie dem auch sei, ich habe es tatsächlich bis zum Checkpoint Charlie geschafft und die nächsten 1,5h im Mauermuseum verbracht. Da gibt es viele wilde Fluchtgeschichten und anschauliche Beiträge zum ansehen. Im Anschluss habe ich mich zu Fuß (haha BVG App!!) Richtung Brandenburger Tor gemacht. Leider war das von einem ganzen Haufen Polizisten abgesperrt, Grund: Queenbesuch. Also gut, dann außenrum und schnell am Reichstag vorbeigehuscht und zum Mahnmal und dann konnte ich doch noch durchs Brandenburger Tor laufen. Leider war es dann schon Zeit, mich auf den Weg zum Flughafen zu machen. Da hat tatsächlich alles geklappt, ich hatte sogar noch Zeit für ein leckeres Sandwich bei Marché. Auf in den Flieger und ab zurück nach Basel. Doch auch hier hatte ich mich etwas zu früh gefreut, nach ewig langer Rollzeit und Warten an der Startbahn, verkündete der Kapitän, dass etwas kaputt sei und wir (genauso lange) wieder zurück ans Gate rollen müssten. Dort durften wir dann eine Stunde bei Hitze (der Defekt lag an der Klimaanlage) im Flieger sitzen bevor es erneut los zur Startbahn ging. Diesmal hat alles geklappt und ich bin mit einer Stunde Verspätung aber jeder Menge schöner Erinnerungen wieder in Basel gelandet.

So und jetzt wird die BVG App deinstalliert. Endlich!

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Mein Tag 2 & 3.

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Mein Tag 1.

Es ist kurz vor neun Uhr und ich bin auf dem Weg zum Adlershof. Es ist Tag 1 des UXCamp Europe 2015 und ich freue mich schon sehr auf diesen Tag. Ich erwarte Inspirationen und interessante Gespräche.

Tickets kaufen mit der BVG App- nichts für Zartbeseidete

Aber vorher ärgert mich noch diese BVG App. Die Genervtheitsskala steigt mit jeder Benutzung an. Heute: Tickets kaufen. Der Workflow ist total willkürlich. Ich habe mir ein Ticket ausgewählt und tappe auf „Kaufen“. Dann kommt manchmal der Screen um eine Bezahlmethode auszuwählen, aber eben nur manchmal. Manchmal stürzt die App auch einfach App. Super Job, EOS Uptrade. Das ist die Entwicklungsfirma und sicher keine Unbekannte im ÖV Bereich. Ja, die Favoriten suche ich auch immer noch. Und bei der Fahrplanauskunft kann ich mir keine Zwischenhalte anzeigen lassen (oder ich habe das Feature noch nicht gefunden). Wäre schon praktisch, wenn ich die Strecke nicht kenne und es vielleicht auch mal keine Ansagen in der SBahn gibt. Aber gut. Überhaupt ist die Fahrplandarstellung sehr gewöhScreenshot_2015-06-20-09-16-31nungsbedürftig. Aber schaut selbst…Die Fahrten sind alle nebeneinander aufgelistet, wie in einer Art Kalender. Sicher meinte man hier, es sei modern und schick und ist auch mal etwas anderes aber leider nicht nutzbar. Wie kann ich denn nun auf einen Blick schnell erkennen, wann die nächste Tram / der nächste Bus fährt? Garnicht, zumal die ja auch zu Zeiten wie 7:49 fahren. Das kann ich in dieser Darstellung nicht erkennen. Auch wann ich genau ankommen werde, finde ich erst heraus wenn ich auf einen Verbindung drauf tappe. Dafür sehe ich, wie lange ich unterwegs bin. hmmm.

UXCamp 2015 startet!

Nagut, aber eigentlich will ich euch ja heute etwas mehr vom UXCamp berichten. Also, App beiseite und auf zum Adlershof. Dort angekommen ist es genauso wie vor 4 Jahren, als ich das letzte Mal dort war. Jede Menge Designer, UXer und so weiter, ein kreatives Chaos und Geschnatter. Erstmal für die Badge anstehen (die Druckerei hat da wohl gute Arbeit geleistet und sie über Nacht noch einmal produziert) und dann geht es auch schon in die Eröffnungssession. Der Raum ist bis zum letzten Platz besetzt. Nach ein paar einleitenden Worten der Organisatoren bildet sich schnell eine Schlange an Redewilligen, die ihre jeweilge Session kurz dem Publikum vorstellen. Ich kann garnicht so schnell mitschreiben, soviele interessante Themen gibt es. Leider stellt sich (wie immer) heraus, dass einige Vorträge parallel statt finden und so muss ich mich entscheiden.

Usability Testing- Myth or Truth?

Tag 1 geht los mit „Usability Testing- Myth or Truth“ mit Rolf Molich und der Aussage, dass auch Usability Professionals „usable“ sein sollen und keine ellenlangen, kryptischen Usability Reports schreiben sollen, die am Ende in der Schublade landen nachdem sie keiner gelesen hat. Und auch sonst hat er noch ein paar interessante Gedanken. Nehmen wir zum Beispiel den Mythos, dass man mit 5 Usern bereits 85% der Usability Probleme aufdeckt. Er lässt über jede dieser Aussagen, das Publikum abstimmen (rote Karte: stimme nicht zu, grüne Karte: stimme zu, gelbe Karte: 50/50). Für diese Aussage zückt er selber die rote Karte und sagt, dass das nur für sehr einfache Systeme zutrifft. Das heißt jetzt aber nicht, dass man mit 5 Nutzern nicht weiterkommt. Er formuliert die Aussage in „5 Nutzer sind ausreichend um eine aussagekräftige Iteration durchzuführen“ aber eben nicht für einen aussagekräftigen Usabilitytest. Außerdem liefert er auch nochmal eine Definition für Usabilitytests. Der Hauptbestandteil ist nämlich die Beobachtung, den Nutzer beobachten ohne einzugreifen. Das ist ein Usabilitytest, alles andere sind andere Methoden (z.B. Interviews). Und das Hauptziel des Usabilitytests ist sowieso, Probleme im zukünftigen Produkt skeptischen Stakeholdern aufzuzeigen. Jup, das stimmt wohl. Es ist echt Gold wert, den Kunden mal bei so einem Test, „Mäuschen“ spielen zu lassen und ihn mit eigenen Augen sehen zu lassen, dass seine Ideen wohl doch nicht das Wahre sind.

Multi-Device Testing bei Otto

In diesem Vortrag berichtet Julia Koch, wie sie bei Otto ein neues Usability Labor aufgebaut haben. Eine spannende Frage aus dem Publikum kommt zum Thema „Real life situation“: wie schafft man es, diese künstliche Testsituation (auch noch im Labor) realitätsnäher zu gestalten. Die Antwort ist denkbar einfach: lasst die Testpersonen doch ihre eigenen Geräte vewenden. Das geht natürlich am besten mit dem eigenen Handy. Mit dem kennen sie sich aus und können besser einschätzen ob sie diese App z.B. auf ihrem Handy überhaupt installieren würden.

Hits & Shits of the Apple Watch

Zur Apple Watch gab es auch den ein oder anderen Beitrag, ich habe mich für Frau Hölle a.k.a. Tanja Cappell entschieden. Sie hat seit einiger Zeit eine Apple Watch und berichtet von Ihren Erfahrungen.  Hier mal aufgelistet, zuerst die

Shits / Fails:

  • Sehr sehr kleines Interface
  • es sind viele Touches/Swipes nötig um ans Ziel zu gelangen
  • nicht sehr privat, sie fühlt sich wie ein Alien wenn sie die Watch in der Öffentlichkeit bedient
  • die Apps auf der Watch sind nicht unbedingt nützlich, ihre Usecases eher an den Haaren herbeigezogen
  • die Uhrzeit zeigt sie nur an, wenn man die typische „Auf-die-Uhr-schau“ Geste macht
  • features wie den eigenen Puls oder eine kleine Zeichnung an den Liebsten zu schicken sind nett, aber nur genau einmal. Dann wird es langweilig.
  • Die Uhr ist immer vom iPhone abhängig, man kann nicht das iPhone zuhause lassen, weil dann die Watch nicht funktioniert.

Hits / yeah:

  • die Watch hat einen haptic alert mit dem sie nie wieder Anrufe verpasst. es ist weniger störend als ein Vibrationsalarm.
  • sie hat das Gefühl weniger abgelenkt zu sein als beim iPhone, die App braucht weniger Aufmerksamkeit. Daraufhin kommt aber ein Kommentar aus dem Publikum, welcher genau das Gegenteil behauptet. Die Watch verlangt nach mehr Aufmerksamkeit, weil sie bei jeder Nachricht diese haptischen Alert loslässt.

Nunja, es scheint, dass die Apple Watch (im Moment??) mehr fails als yeahs hervorbringt. Mal abwarten, was die nächste Generation bringt. Ich jedenfalls trage keine Uhren, auch keine smarten.

5 UX Questions in Search of Answers

Als letzter Vortrag an diesem Tag war der phänomenale Eric Reiss am Start. Er schloss mit „5 UX questions in search of answers“. Weil er jedes Mal eine grandiose Bühnenshow hinlegt, komme ich bei ihm garnicht zum mitschreiben. Seine slides sind aber auf Slideshare zu finden 

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Das war auch schon Tag 1. Er ging sehr schnell rum. Doch halt, ganz zu Ende ist er noch nicht. Ich war am Abend noch sehr sehr lecker und günstig Essen im Asin. Danach bin ich ein bißchen durch Prenzlauer Berg spaziert und auf zur Partylocation für die Blow Out Party. Die befand sich in einer Brauerei. Leider hatte ich dann recht bald den blow out vom Wind und der Kälte bevor der Alkohol das erledigen konnte. Ich war also so kurz vor 1 wieder im Hotel. Das sind dann wirklich mal die Annehmlichkeiten einer Großstadt: zu (fast) jeder Uhrzeit nach Hause zu kommen.

Morgen gehts weiter mit Tag 2, dem letzten Tag des UXCamps 2015 und dann meinem Tag 3 beim Sightseeing in Berlin.

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Mein Tag 1.

Berlin, Berlin- wir fahren nach Berlin-Mein Tag 0.

Jaaa, es ist eine Weile her aber es gibt ihn noch, den Dreierlei Blog. Und was wäre besser geeignet als ein Reisebericht über die Hauptstadt um ihn wiederzubeleben?  Das war natürlich nicht eiFernsehturmnfach so eine Touri-Tour sondern ein beruflicher Anlass, der mich nach Berlin geführt hat.

Eine Art Konferenz?

Genauer gesagt, das UXCamp 2015. Das UXCamp ist ein Barcamp, dass es in dieser Form schon einige Jahre gibt. Ich war bereits 2011 einmal dort und schon damals hat es mir sehr gut gefallen. Ein Barcamp ist keine Konferenz, obwohl ich es allen, die gefragt haben, immer als Konferenz „verkauft“ habe. Es gibt im Vorhinhein kein Programm und es gibt auch keine Zuschauer- nur aktive Teilnehmer. Das Programm wird jeweils am gleichen Tag durch alle Teilnehmer erstellt. Jeder der einen Vortrag halten möchte, stellt sein Thema kurz vor, er wird einem Raum zugeteilt und dann kann es losgehen. Und so wird aus ca. 45 Vorträge, Workshops, Diskussionen… das Tagesprogramm zusammengestellt. Eine sehr dynamische und spannende Angelegenheit.

Tag 0

Tag 0 ist der 19. Juni, mein Anreisetag und der Tag der Welcome Party. Da ich mich dieses Jahr als Volunteer gemeldet habe (und somit den Run auf die Tickets umgehen konnte), hätte ich hier meine erste Schicht gehabt- Badges an die Teilnehmer austeilen. Die Deutsche Post hat aber dem ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Badges irgendwo verbummelt. So ist meine Schicht ausgefallen und ich konnte direkt zum ersten Bier übergehen (ein Tannenzäpfle, juhu!). Übrigens sind sowohl Tickets als auch Essen / Getränke kostenlos für die Teilnehmer. Das haben wir den Organisatoren zu verdanken, die es immer wieder schaffen, eine ganze Reihe an Sponsoren für dieses Event zu finden. Echt genial!  Zum Bier gabs dann sogar noch ein leckeres Stück Pizza und die ersten netten Gespräche. Solche Anlässe sind immer ein bißchen wie ein Klassentreffen: ich treffe einige bekannte Gesichter von anderen Konferenzen / Camps und die typischen Fragen (und was machst du jetzt so?) gehen los. Ich hatte auch ein spannendes Gespräch mit einem Programmierer, der zum UXCamp geht um mehr über UX Design zu erfahren. Finde ich echt cool! Wann war denn einer von „uns“ das letzte Mal auf einer Developer Konferenz?

Feldtest BVG App

Die App die dich bewegt
„Die App die dich bewegt“ (Bild von http://www.bvg.de)

Diesen Blogbeitrag möchte ich jetzt nicht nur zu meinem Bericht über Berlin und das UXCamp nutzen sondern auch um von meinen Erfahrungen mit der BVG App zu berichten. Die BVG App ist die Fahrplanauskunft und Ticketkauf App der Berliner Verkehrsbetriebe. Ich wollte die App runterladen und mir somit Zeit an den Ticketautomaten sparen. Download und Installation ging problemlos, sogar die Anmeldung / Registrierung war per Smartphone möglich. Auf dem Weg zum Flughafen Basel habe ich mir direkt schon mal meine ersten Strecken und Tickets als Favoriten TicketsTickets kaufenaFavoritenbgespeichert mit dem Gedanken, dass ich die dann in Berlin ganz schnell aufrufen kann. Aber nichts da: die Favoriten sind so versteckt auf Unterseiten, da war ich schneller, die Verbindung nochmal aufzurufen und von dort aus das Ticket zu kaufen. Wer es genau wissen will: Ich muss unten in der Navigation auf Tickets tappen, dann oben auf den Button „Ticket kaufen“ und dann erscheint auf einmal der Favoriten-Stern. Wenn ich den wiederum auswähle, lande ich auf der Seite meiner Favoriten. Nur drei Taps um eine eigentlich  als Shortcut gedachte Funktion zu erreichen. Aber das war nicht das letzte Erlebnis, was ich mit dieser App hatte- eine App, die mich wirklich bewegt. Und sie ist auch nur noch installiert, weil ich ein paar Screenshots für diesen Beitrag machen wollte.

Morgen geht es weiter mit „Tag 1“ und meinen ersten UXCamp Eindrücken.

Berlin, Berlin- wir fahren nach Berlin-Mein Tag 0.

Auf den Boden…

…der Tatsachen? Nee, eigentlich gehts um Füße. Meine Füße. Haha. Das ist ein nicht-digitaler Eintrag denn ich wollte euch einfach mal meine neuen Schuhe zeigen. Typisch frau, und so weiter. Aber das hier sind wirklich coole Schuhe. Bestellt hab ich sie bei www.grundstoff.net

Die haben eine recht große Auswahl an veganen Schuhe. Höh? Vegan? Naja, eben ohne Leder und sonstige Tierprodukte und dazu noch Fairtrade und organisch. Wow, klingt gesund. Also hier gibts jetzt erstmal ein Bild… und ich hab natürlich nicht nur ein Paar bestellt sondern gleich zwei. Verschieden Anlässe, verschiedene Farben. Das ist jetzt wohl eher typisch frau 🙂

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Soo und was ist jetzt an den Schuhen so toll vegan? Der Hersteller heißt Natural World und kommt aus Spanien und setzt sich für Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein.

Für die Herstellung des Schuhs werden Natur-Kautschuk und Bio-Baumwolle (GOTS) verwendet. Das Zusammenfügen der Einzelteile erfolgt ohne Klebstoffe und Chemikalien, sondern durch traditionelles Vulkanisieren, mit Hilfe von Hitze und Druck.

Sie setzen sich aber nicht nur für die Umwelt sondern auch für die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter ein (faire Löhne, keine Gesundheitsgefährdung und natürlich auch keine Kinderarbeit). Und jetzt wollt ihr natürlich wissen, was das so kostet und das find ich jetzt richtig cool: ich habe pro Paar 47,96€ gezahlt. So macht Schuhe kaufen doch echt Spaß oder?

Auf den Boden…

Nicht für Superhelden

Es soll sie ja geben, diese Superhelden- ein Designer, der superschöne Sache entwirft und die dann auch direkt programmieren und umsetzen kann. Ich nicht. Bin leider kein Superheld sondern „nur“ Designer.  Ich habe schon ein Grundverständnis für html und Co. aber selber machen? Da fehlt mir glaub ich die passende Gehirnwindung. Und zum Glück gibt es Firmen da draußen, die haben das auch verstanden und für Menschen wie mich ein paar Tools zur Verfügung gestellt. Und die liebe Antonia hat mir von Wix erzählt. Ja ja, Kommentare zum Namen der Website bitte einfach unten einfügen.  Wix.com ist ein Website-Baukausten für jedermann. Es gibt einen echt coolen Website Editor in dem man so ziemlich alles anpassen kann was man möchte.wix_editorwix_editor_mobile

Natürlich gibt es auch fertige Templates aber dafür bin ich ja immerhin Design-Superheld, damit ich das selber machen kann. Was mich aber hauptsächlich überzeugt hat ist, dass es automatisch eine mobile Version der Website gibt. Die kann (und muss) man natürlich auch noch ein bißchen anpassen und bearbeiten aber alles andere läuft ganz von alleine. Man kommt komplett ohne einen Schnipsel Code aus und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen! Find ich super. Meine Website habe ich bisher selber geskriptet- nicht schön aber selten, oder wie man so sagt. Aber für die mobile Variante hat mein Verständnis dann nicht mehr gereicht. Und das Nachbauen meiner Seite in Wix hat jetzt auch nicht wirklich lange gedauert, vielleicht 2 Stunden? Echt genial.

Noch ein paar Worte zu den Kosten. Grundsätzlich ist die Nutzung von Wix kostenlos aaaaber. In der Basic-Version hat man dann Werbung auf der eigenen Website.  Das wäre jetzt nichts für mich, es wirkt meiner Meinung nach unprofessionell. Aber für eine kleine private Seite ist das sicher kein Problem. Und die url lautet dann meinedomain.wix.com… Ist jetzt auch nicht der schönste Link der Welt. Also sobald man da etwas mehr Freiheiten möchte, muss gezahlt werden. Ich habe jetzt den Combo-Tarif gewählt. Dort habe ich keine Werbung, ich kann Wix mit meiner eigenen Domain verbinden (konnte als www.cindy-dorfmann.de behalten) und auch ein eigenes Favicon usw. wählen.

Tarife_Wix

Was ich sagen muss, sie haben das mit dem Bezahlmodell wirklich geschickt eingebaut. Ich wurde direkt dazu verführt, den Online-Editor auszuprobieren und habe meine Website nachgebaut. Als ich fertig war, dachte ich dann, ach jetzt will ich sie mit meiner Domain verbinden. Und schwups kam die paywall. Da war die ganze Arbeit aber schon getan und ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Außerdem hat der Editor auch wirklich Spaß gemacht und war einfach zu benutzen. An der Stelle bin ich dann so überzeugt gewesen und wollte mein Ergebnis begutachten, dass ich den Premiumvertrag abgeschlossen habe. Und 100€ im Jahr sind jetzt auch nicht die Welt für den Service. Aber echt geschickt gemacht, muss ich schon sagen. Falls ihr jetzt noch mehr wissen wollt, bevor ihr euch selber ans basteln macht, gibts bei Websitetooltester einen super ausführlichen Testbericht.

Also, probierts doch mal aus. Viel Spaß beim Website bauen 🙂

Nicht für Superhelden

Ganz schön fair

Ho Ho Ho, ja da bin ich wieder. So kurz vor Jahresende soll doch noch einmal ein klitzekleiner Blogeintrag erscheinen. Die letzten Wochen waren so wahnsinnig geschäftig- was ja gut ist, weil Dreierlei nämlich langsam laufen lernt (=die ersten Aufträge flattern herein). Aber das soll hier garnicht das Thema sein. Seit längerem habe ich mal vor, über mein Handy zu schreiben. Ja langweilig, jeder hat eins, benutzt es tagtäglich mehrere Stunden lang und warum sollte jetzt gerade ich noch einen Blogbeitrag darüber schreiben? Nunja, es nicht irgendein Smartphone, sondern seit etwa 1 Jahr bin ich nun glückliche Besitzerin eines FairPhones. Häh? Fair? Phone? Alles soll jetzt fair und bio sein, von A wie Apfel bis zu Z wie Zahnpasta und nun auch noch H wie Handy? Jup, so ist es. Angefangen hat es als Crowdfunding-Aktion. Eine Gruppe sehr engagierter Niederländer aus Amsterdam hatte die Idee, das erste faire Handy der Welt auf den Markt zu bringen. Die Idee an sich ist nicht neu, aber im Elektronikbereich steckt dieser Gedanke noch in den Kinderschuhen. Oder weißt du, wo die einzelnen Komponenten deines Handys herkommen? Wo sie hergestellt werden? Wo die Rohstoffe dafür herkommen? Wie lange die Arbeiter in der jeweiligen Fabrik pro Woche arbeiten müssen? All das hat das Team um Fairphone unter die Lupe genommen. Das heißt zuerst einmal sehr viel Recherchearbeit. Und dann natürlich die Überlegung, was können wir ändern? Und wie?

Für FairPhone sind das hier die wichtigsten Überlegungen:
(Aus dem FairPhone Factsheet)

FairPhone ObjectivesEs geht also um mehr als „nur“ den fairen Handel. Sie überlegen sich, wo die Rohstoffe herkommen die im Gerät verbaut werden. Das Handy selber ist so ausgelegt, dass es repariert werden kann (ich kann den Akku herausnehmen und hab eine Dual Sim, yay!). Und es geht auch darum, sich Gedanken zu machen, was mit dem Gerät passiert, wenn es in den Müll wandert- welche Komponenten können wie wiederverwendet werden.

Na und jetzt seid ihr sicher schon gespannt wie das gute Stück aussieht?

Hier ist es:

Ein ganz normales Telefon also. Es hat Android installiert, eine Spezialvariante, damit es die zwei Simkarten gleichzeitig ansteuern kann. Und ansonsten benimmt es sich wie jedes andere Smartphone auch. Ich mag es, ich mag die Idee dahinter und den Preis finde ich mit 325€ auch fair. Natürlich ist das jetzt nicht das perfekte Telefon, und auch sind nicht alle Komponenten des Fairphones fair. Aber das ist ja das interessante: Das FairPhone Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Produktionsprozesse transparent zu gestalten. Sie sagen ganz klar, was bereits fair ist und woran sie noch arbeiten. Und je mehr Menschen sich darüber Gedanken machen und in das FairPhone investieren umso fairer wird es. Macht Sinn oder?

Schauts euch gerne selber an auf fairphone.com.

PS: Laut Website wird es im Januar wieder eine begrenzte Anzahl an FairPhones geben.

Ganz schön fair

In der Meckerecke mit Google Maps

Heute habe ich mich mal in die Meckerecke verzogen. Hier bin ich auch nicht alleine, denn ich habe mir meine aktuelle Android-Version der Google Maps App mitgenommen. Ich bin ja sowieso immer ein bißchen skeptisch, wenn eine neue Version herauskommt. Und besonders wenn sie dann auch noch Änderungen am User Interface beinhaltet. Im Fall von Google Maps finde ich, dass sie ganz ganz vorsichtig damit sein sollten. Die Nutzer haben sich schließlich an die Position der jeweiligen Buttons gewöhnt, machen ihre Eingaben schnell und effizient. Ich kann jetzt nur von mir sprechen aber ich nehme Google Maps meistens dann hervor, wenn ich bereits im Auto sitze, grad losfahren will und nur noch schnell die Adresse eingeben möchte. Da will ich nicht auf einmal von einer neuen Version überrascht werden, wo alles ganz anders aussieht. Ok, ganz anders ist jetzt sicher etwas übertrieben aber was ich beim letzten Mal vorgefunden habe, hat mich auf jeden Fall  überrascht.

Meckerecke_1MeckerEinstellungsleistekuller 1: Oben am Bildschirm gibt es natürlich das altbekannte Eingabefeld. In das Feld hat Google jetzt ein Menü-Icon eingefügt. Kennt man ja mittlerweile auch aus vielen Apps. Soweit so gut. Ich habe mich jetzt aber gefragt, was ich da in diesem Eingabefeld einstellen kann, was passiert wenn ich auf das Menü drücke. Ja und was passiert? Die Einstellungsleiste öffnet sich. So wie hier auf dem Bild, aber sie öffnet sich über die gesamte Bildschirmlänge und kommt irgendwie von links hereingeschwebt. Aha. Hat mich jetzt überrascht. Später habe ich noch rausgefunden, dass ich diese Leiste auch per Drag von links nach rechts selber hineinziehen kann. Und wie bekomm ich die Einstellungen jetzt wieder weg? Naja, auch schieben oder so. Aber jetzt mal ernsthaft, ein Menü-Icon im Eingabefeld was dann plötzlich die ganze Ansicht ändert? Das hätte man doch sicher auch außerhalb platzieren können.

Auf zu Meckerkuller 2: Das Routensymbol- hat uns Google Maps ja zum Glück schon beigebracht was es bedeutet. Aber warum wabert es dann jetzt auf einmal unten am Bildschirm herum? Nach jahrelanger Google Maps-Verwendung gebe ich doch oben im Eingabefeld meine Adresse ein und meistens ist es eine Route, die ich da planen will. Für mich gehören diese zwei Aufgaben (Adresse eingeben, Route planen) sehr eng zusammen und deshalb ist für mich unverständlich, warum Google sie hier so stark getrennt hat, indem sie die Routenplanung an den äußersten unteren Rand gelegt haben.

AberMeckerecke_3 wo ich gerade so schön am Meckern bin, eine Sache hätte ich noch. Wenn man dann mal etwas eingegeben hat, ändert sich am unteren Bildschirm die Größe des Anzeigefeldes. Allerdings bleibt die Position des Buttons gleich. Das seht ihr an der Meckerkuller 3. Erstens hab ich die Bedeutung des Icons auf dem Button erst nach Ausprobieren verstanden: es heißt „Navigation starten“. Ich hatte gedacht, es hat Auswirkungen auf die Kartendarstellung. Aber da kommt man jetzt über den GPS-Button hin, der ist nämlich ein toggle. Die Position des Buttons ist für mich halbherzig gewählt, ich zumindest weiß nicht, ob er jetzt zur Karte oder zur Anzeige unten gehört.

So, genug gemeckert. Ich finde das aktuelle Designkonzept von Google Maps nicht so gelungen und auch eher inkonsistent. Aber ich warte gerne aufs nächste Update.

In der Meckerecke mit Google Maps